Novemberfahrt Ungarn 

Spendenfahrt nach Ungarn - Kaposvar und Nagyatad 

Reisebericht vom 17. bis 18. November 2012
 

 



Unsere letzte Fahrt nach Kaposvar liegt schon eine Weile zurück. Nun waren wir nach der erfolgreich abgeschlossenen Dachaktion auf das Resultat gespannt und brachten auch ein wenig Futter mit. 


Unsere Novemberfahrt 

Gestartet wurde von München aus nach einer Futtersammelaktion in Nordrhein-Westfalen und Bayern. Dankbar nutzten wir auch diesmal wieder den Bus von Animal 2000 und freuten uns, dass uns Heide dabei als einer der Vorstände des befreundeten Vereins begleitete.   


In den frühen Morgenstunden ging es durch Österreich über Slowenien nach Ungarn, wo sich viele der Welpen seit der letzten Fahrt zu tollen Junghunden gemausert haben, einige von ihnen konnten zwischenzeitlich vermittelt werden, die meisten warten aber noch immer in den übervollen Zwingern auf ihre Chance. So wundervolle Tiere!

Nun, mit Dächern und Hütten ausstaffiert, sind die Überwinterungsvoraussetzungen für die Tiere in den Zwingern
viel komfortabler. Ein Verdienst aller Spender, die an der Finanzierung und Durchführung des Anbaus beteiligt waren, vielen Dank an dieser Stelle. 
 

Timea, Tierärztin und Ansprechparnterin für uns in Kaposvar, und wir freuen uns „tierisch” über diesen Erfolg, für den viele Helfer unermüdlich im Einsatz waren! 


Timea sagt Danke!

Spender aus Deutschland halfen uns finanzieren, Organisatoren, wie Peter aus Ungarn, stellten den Kontakt zwischen der TRA und der Tötung in Kaposvar her und legten damit die Grundlage für eine Zusammenarbeit, die den Tieren bislang schon zu vielen Verbesserungen verhalf.


Vielen Dank an Peter für die Materialbeschaffung und die beherzte Hilfe beim Bau der Hütten und Dächer. Auch Kristian und seinem freiwilligen Helfer gilt unser Dank, da unser Projekt mit eurem Einsatz noch vor Wintereinbruch erfolgreich beendet werden konnte. Einen Riesendank auch an Timea, die uns über ihre Arbeit als Tierärztin hinaus alle benötigten Informationen zu unseren vierbeinigen Schützlingen zur Verfügung stellt und damit die Vermittlungsarbeit überhaupt erst möglich macht. 



Wir bedanken uns aber auch im besonderen Maße bei den ganzen Freiwilligen, die als moralische Unterstützer den Tieren vor Ort Liebe, Streicheleinheiten und Aufmerksamkeit schenken, wo sonst nur Warten und Hoffen auf dem Tagesprogramm steht. Wir würden uns wünschen, es gäbe mehr von euch. Wie schön wäre es, wenn unsere Schützlinge mehr Zuwendung und vor allem Auslauf und Beschäftigung bis zur Vermittlung erhalten könnten! 
 

Besonders gerührt waren wir bei unserem diesmaligen Besuch über eine der betreuenden Tierschützerinnen, die uns mit Tränen in den Augen nach drei bereits nach Deutschland vermittelte Hunden ausfragte. Wir mussten ihr versprechen, ihr aktuelle Informationen zu den drei Räubern zukommen zu lassen... Ihr habt das Herz am rechten Fleck, vielen Dank den Mitgliedern des Tierschutzvereins!



 

Auch einiges an Futterspenden fand diesmal wieder den Weg nach Kaposvar, um die verkochten MHD-Futterrationen ein wenig gehaltvoller
zu machen. Wir werden bald wieder kommen, um wieder kleine vierbeinige
Glückspilze zu holen und erneut Futter zu bringen. 









 

Weiter ging es zu einem Notruf aus Nagyatad...
 

...der uns noch kurz vor der Fahrt erreicht hatte.


Tierschützer fragten nach eventuell übrig gebliebenen Hundehütten, da ihre Tiere sonst ungeschützt überwintern müssten.

Vor Ort machten wir uns ein Bild, sahen Armut und Not, aber auch ein unglaublich engagiertes, junges Team rund um die Tierschützerin Erika, einer Frau mit einer Herzensbildung, wie man sie selten sieht.

Mit nahezu keinen Mitteln aber einer sehr überzeugenden Herzensgüte widmen sich diese Tierschützer Straßenhunden und peppeln diese im Team wieder auf. 
 
 

Diesen ganz besonderen Menschen, die auch im größten Elend ihren Tieren Nestwärme vermitteln, wollen wir helfen. So ließen wir viele Sachspenden in Form von Decken, Handtücher, Unterlagen und Futter, um die im Vorfeld gebeten wurde, bei Erika, die sich zu Tränen gerührt über diese Hilfe gefreut hat. Hier sind Not und Hunger groß. Mit Ihrer Hilfe würden wir gerne schnellstmöglich die Einrichtung so gut wie möglich winterfest werden lassen. 

 









Mit knapp 50 Tieren, die privat und in einer ausgelagerten Einrichtung untergebracht sind und nahezu keiner finanzieller Unterstützung von Seiten der Stadt, leistet diese Gruppe hier übermenschliches – zum Wohle der Tiere, Tag und Nacht.
 

 

 

 

 

 

In unserem Beisein wurden drei Notfälle betreut: 
Ein verunfallter Welpe, dessen Wunde laut Tierarzt erst in drei Tagen genäht werden soll, eine fast verhungerte Fundhündin mit offenem Rücken und ein seit drei Tagen in einem Graben gelegenen Unfallrüden, der mit sehr hohem Fieber und geschwollenem Hinterlauf (vermutlicher Fraktur) nur noch wenig Chancen hatte, die Nacht zu überleben. 
 

Nach den Eindrücken vor Ort beschlossen wir zusammen mit Heide auch diesen Menschen dabei zu helfen, die Not ihrer Tiere sichtbar zu machen und Matsch, Hunger, Kälte und Krankheit die Stirn zu bieten.



Mehr zu Nagyatad unter Einrichtungen. Helfen Sie uns mit in Kürze startenden Aktionen (Winteraktion/Bauaktion für Nagyatad) zeitnah Hilfe leisten zu können.  


Vielen Dank für Ihre mögliche Unterstützung,

Ihre Tierrettung Ausland

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