Septemberfahrt Ungarn

Spendenfahrt nach Ungarn - Kaposvar 

Reisebericht 3. bis 9. September 2012

 


 

Bei der mit Spannung erwartete Septemberfahrt der Tierrettung-Ausland e.V. lieferten wir viele

Spenden ab und nahmen traumhafte Hunde mit nach Deutschland zurück. 


 

Am 3. September macht sich ein Teil des Vorstands auf eigene Kosten nach Kaposvar auf, um das dortige Tierauffanglager, dessen Mitarbeiter und Hunde wieder zu sehen. Das Eis bricht schnell und das Team hilft vor Ort, wo Hilfe gebraucht wird, lernt so den Alltag und die Mitarbeiter der Station kennen. Aus Fremden werden schnell Freunde. In der darauffolgenden Woche werden die Zwinger gemeinsam gereinigt, werden Materialpeise vor Ort eingeholt, Futter nachgekauft und Morris in Budapest von der Pflegestelle abgeholt. Die Woche vergeht wie im Flug und als das Team am Samstag Vormittag mit vielen Eindrücken und Plänen im Gepäck zurück fliegt, bleibt die Gewissheit, dass zwischen den ungarischen und deutschen Tierschützern eine vertrauensvolle Beziehung gewachsen ist, von der die Hunde vor Ort künftig profitieren können.

 

 

 

 

 


 

 

 Am Nachmittag des Samstag kamen erneut Mitglieder der Tierrettung-Ausland e.V. und zaubern mit einem Bus voller Spenden ein Lächeln auf die Gesichter der freiwilligen und angestellten Helfer in Kaposvar: so viele hilfsbereite Spender in Deutschland hatten für diese Fahrt im Vorfeld Decken, Handtücher, Futtersäcke, Spielzeug, Körbchen, Halskrausen, Leinen, Waschmaschine ect. mitgegeben. Auch Verbandsmaterial, Infusionsständer, Tische und Medikamentenschränkchen sorgten für absolute Freude vor Ort, die erst dann umschlug, als die zusammengebauten Transportboxen in den leeren Wagen zurückgeräumt wurden, denn das bedeutete Abschied nehmen, für manch einen Abschied von einem sehr lieb gewonnenen Schützling.

 

Die Stimmen werden dünner, als die Tiere für ihre doch lange Reise in ihre luxuriös gepolsterten Transportboxen gebracht wurden. Manch einer verkürzte seine Verabschiedung mit Tränen erstickter Stimme und reicht seinem Schützling noch schnell ein Kleidungsstück in die Transportbox. 

 

Das Team vor Ort hat das Herz am richtigen Fleck und wir freuen uns, ihnen und ihren Tieren mit Spenden und Vermittlungen helfen zu können. 

 

 


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Abschied bedeutet aber auch Neubeginn, wir machen uns auf den Heimweg, entlang am Balaton. Unsere kleinen Gäste hatten wir so mit den Boxen befestigt, dass sie sich und wir sie sehen konnten. Im Bus wird es ruhiger, ab und an räkelt sich einer der Welpen über sein Geschwister, schmiegt sich an und schläft weiter. Die Hunde lauschen noch kurz dem Motorengeräusch und unserem Gespräch und schlafen dann ein. Eine Kontrolle kurz vor der österreichischen Grenze mit ungarischen Polizisten, die sich beim Anblick unserer wertvollen Fracht als Hundefans entpuppen, unterbricht für wenige Minuten die Ruhe im Wagen. Doch die Tiere reagieren souverän, ändern kurz ihre Lage und machen da weiter, wo sie zuvor unterbrochen worden sind. Gut, dass aufgrund des unsäglichen Welpenhandels verstärkte Kontrollen stattfinden.

 

Es war eine tolle Fahrt, lediglich Morisz brauchte ab und an persönliche Zuwendung, der Rest der sanftmütigen Meute streckte sich nur hier und da und beantwortete das Geschaukel des Wagens und unsere Unterhaltung mit einem tiefen Schlaf, der erst in der Früh in Regensburg wieder unterbrochen wurde. Denn hier hieß es einmal umsteigen und Gaby und Dany nahmen die Schützlinge mit Freude in Empfang, um sie den neuen Besitzern zu bringen.

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Wir sagen danke für Ihre Spenden, die die Fahrt möglich gemacht haben und vielen Dank, dass Sie einem hilflosen Tier in Not eine Chance auf ein neues Zuhause einräumen, wir sind sicher, die Neuankömmlinge werden Sie nicht enttäuschen!

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