Vermittlungsablauf


 

DIE Chance -  Vermittlungshund

 

Sie haben ihre Besitzer geliebt oder unter ihnen gelitten, manche hatten auch gar keine und versuchten sich sonstwie durchzuschlagen. Um die 120  Hunde leben in der Auffangstation von Kaposvar, die immer noch Tötungsstation der Stadt Kaposvar ist. Die meisten werden vom Tierschutzverein auf der Straße aufgelesen, einige auch vom Hundefänger eingefangen oder vor dem Tierheim ausgesetzt - Herkunft unbekannt, Behandlung ebenfalls.


Dadurch, dass Sie die Tiere hier unter der Rubrik Vermittlungshunde sehen können, steigt deren Vermittlungschance und damit die Option auf ein eigenes liebevolles Zuhause. Obwohl die bisherigen  Erfahrungen der Tiere mit dem Menschen sehr unterschiedlich sind, vereint alle der Wunsch endlich in ihrer Familie anzukommen, geliebt in Sicherheit aufwachsen oder einfach nur Leben zu dürfen. 

 

Wir erleben immer wieder, wie sehr die Hunde Besuchern all ihrer Liebe schenken, unabhängig davon, was sie zuvor erlebt haben. Einige Tiere haben kaum schlechte Erfahrungen gemacht,  meist sind das die Waisen und Welpen, die, deren Besitzer gestorben sind und die, die kurz nach ihrer Geburt in einem Karton vor der Einrichtung abgestellt wurden.

Es gibt aber auch die, die Leid durch Menschenhand erfahren haben, so wie Nyabas, der aus einer Beschlagnahmung stammt. Mit einem eingewachsenen Draht um den Hals, der schon zu Vereiterungen geführt hat, wurde er in Kaposvar abgegeben und brauchte nach seinen Erlebnissen Adoptanten mit viel Zeit und Geduld und vor allem wirklicher Tierliebe. Nyabas musste behutsam wieder Vertrauen lernen und Misstrauen verlieren. 

Die Welpen, von denen es in Kaposvar viele gibt, sind dagegen meist frei von schlechten Erfahrungen und haben oft das Glück, dass sie vor Ort in einer Pflegestelle unterkommen können. Sie haben damit  die gleichen Vermittlungsvoraussetzungen, wie Welpen aus Deutschland.

Je extremer die Vergangenheit eines Tieres, desto größer sein und unser Anspruch an sein neues Zuhause. Es wäre verantwortungslos gegenüber Tier und Mensch, diese Tiere vorbehaltlos weiter zu vermitteln. Hat ein Tier schlechte Erfahrungen mit einem Kind gemacht, so ist eine Familie mit Kind das denkbar ungeeignetste neue Zuhause für den Einwanderer. Deshalb sind Vorgespräche essentiell. 

Der gefällt mir – guck mal!

Wenn Sie einen Hund entdecken, den Sie sich gut in Ihrer Mitte vorstellen können, nehmen Sie doch bitte Kontakt mit uns auf. Der erste Schritt erfolgt über das Ausdrucken des Initiates file downloadSelbstauskunftsbogen. Füllen Sie diesen aus und lassen ihn uns zukommen. Oder über die angegebene Kontakt-Emailadresse unter dem jeweiligen Vierbeiner. Sie können auch gerne unsere Geschäftsstelle Anschreiben und nähere Informationen erfragen. 

Im zweiten Schritt werden wir dann einen Termin zu einem Vorgespräch vereinbaren, wo geklärt werden kann, ob Ihr Vermieter mit Hundehaltung einverstanden ist, wie alt die im Haushalt befindlichen Kinder sind, wie viel Stunden am Tag das neue Familienmitglied alleine aushalten muss, welche weiteren Tiere in der Familienkonstellation wohnen, etc. Innerhalb dieses Gesprächs können alle bestehenden Fragen in Ruhe geklärt werden, mögliche Hinweise gegeben werden und wir können uns ein Bild verschaffen, wohin unser hoffnungsvoller Schützling umsiedeln könnte. Unser Ziel ist es, dem Hund und Ihnen einen guten Weg vorzubereiten und eine spätere Rückgabe zu vermeiden. 

Und was kostet mich das?

Wenn das Vorgespräch bei Ihnen Zuhause positiv war, kann ein Schutzvertrag abgeschlossen werden. Danach wird die Schutzgebühr (hier können Sie nachlesen, warum Schutzgebühr) von 330,00 € für die Transport- und Tierarztkosten (für Impfung, Mittelmeercheck im deutschen Labor - Parasitus ex -, Kastration ab dem 6. Lebensmonat in Ungarn, Entwurmung, inkl. 7 % Umsatzsteuer etc.) erhoben. Wirkt die zukünftige „Familienzusammenführung“ viel- und erfolgsversprechend, wird Timea, die Tierärztin in Kaposvar, Ihren Wunschkandidaten mit einem angemessenen Vorlauf zur Ausreise chippen, impfen, Blut abnehmen und nach Deutschland schicken, kastrieren sofern der Hund alt genug dafür ist. Mit einem europäischen Heimtierausweis im Gepäck treten unsere Auswanderer dann – zuvor auf Reisetauglichkeit geprüft – ihre Fahrt in eine bessere Zukunft an. Welpen können erst ab der 15. Lebenswoche ausreisen, da erst dann die für den Grenzübertritt erforderliche Impfbestimmung (3 Wochen alte Tollwutimpfung) erfüllt sein kann. Die sog. 5fach Impfung ist dagegen keine Vorschrift, sie ist aber unserer Meinung nach unverzichtbarer Bestandteil einer verantwortungsvollen Übernahme und Abgabe von Hunden.   

All unsere Hunde reisen völlig legal mit TRACES nach Deutschland ein:

http://europa.eu/legislation_summaries/food_safety/veterinary_checks_and_food_hygiene/f84009_de.htm

Wir distanzieren uns ganz eindeutig von dem illegalen Verbringen der Hunde aus dem Ausland nach Deutschland.

Ebenso verfügen wir über die Erlaubnis zum gewerbsmäßigem Handel mit Hunden (Vermittlung von Hunden nach der Verbringung aus Ungarn) gemäß § 11 Abs. 1 Nr. 3b Tierschutzgesetz.


Was, wenn es überhaupt nicht klappt?

Wir sind im Vorfeld sehr kritisch in unserer Beurteilung, um eben diesen Fall zu vermeiden. Passieren kann aber immer, dass ein Tier so gar nicht im neuen Rudel Fuß fassen will. Für diesen Fall stellt der Verein Ansprechpartner zur Verfügung, die dann mit Ihnen zusammen eine Lösung finden werden und Notfalls eine Pflegestelle für den Hund zur Verfügung stellt.

Danke, dass Sie einem Straßenhund eine Chance einräumen!


 

 

 

 

 

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