Liebe neue Hundebesitzer...

Uns ist es wichtig, was aus unseren kleinen Herzensbrechern geworden ist. Daher freuen wir uns über aktuelle Bilder zu unseren einstigen Schützlingen. Auch ein bisschen Kommentar wäre schön, damit wir wissen, ob der "Neuzugang" mittlerweile salonfähig geworden ist :-)

Smasszer jetzt Nacho

Heute sind es genau 9 Monate her, seit ich Nacho abgeholt habe und wollte mal berichten.

 

Während der Adoptionsphase habe ich so viel von Smasszer gesprochen, alle haben immer Schmatzer verstanden. Der Name musste einfach bleiben. Ich habe ihn als Nacho Schmatzer eintragen lassen, sein Rufname ist Nacho.

 

In der Zwischenzeit hat Nacho alle Menschen in unserem Umfeld verzaubert. Tagsüber sind wir in der Firma, hier ist er ein absoluter Liebling und bringt unheimlich viel Entspannung rein, wenn es mal stressiger ist. Alle knuddeln ihn gern und er hat einfach jedes Herz erobert. Morgens und Abends haben wir eine schöne Runde direkt vor der Haustür am Schillerteich in Wolfsburg, da hat er auch viele Fans, zwei- als auch vierbeinig. 

Die ersten Wochen waren sehr aufregend für uns beide. Die Leine und eine neue Welt, da war unsere Hundetrainerin eine große Hilfe für mich. Eigentlich war es nur Menschentraining. Aktuell bereitet sie uns auf die praktische Hundeführerscheinprüfung vor. Nacho lernt unglaublich schnell und hat viel Spaß an Interaktion.

 

Mit dem Sicherheitsgefühl der Umgebung kam auch der Jagdtrieb, Nacho ist auf Hasenjagd unter mehreren Zäunen durchgeschlüpft, kurz vor der Dämmerung. Der gps-Tracker von tractive ist die beste Empfehlung gewesen. Ich habe ihn fast 2 km entfernt an einem Feld eingesammelt, völlig platt, aber unversehrt. Der Rückruf sitzt gut, sogar im Spiel mit Hundekumpels, aber wenn er eine Witterung aufgenommen hat, ist er wie im Wahn. Seitdem sind wir lieber mit Schleppleine unterwegs. 

 

Der Harz ist nah und an den Wochenenden wir sind oft wandern oder auf kleinen Touren draußen. Er macht alles toll mit, von der Fahrt in einer Seilbahngondel bis hin zum Hotelaufenthalt. Vor allem ist er vorsichtig und geduldig mit meinen Neffen, was mein größter Wunsch war. Ich habe immer ein Auge auf ihn und sensibilisiere die Kinder und meine Schwester immer wieder, es klappt super und soll auch so bleiben.

 

Silvester war jetzt ein kleiner Dämpfer, er möchte im Dunkeln nicht mehr vor die Tür, aber das wird sich wieder geben. 

 

Ich schicke viele Grüße aus der Region Helmstedt/Wolfsburg und hoffe dass es Dir und allen vom Verein auch gut geht

 

 

Freundliche Grüße,

Lisa

 

Luna

Ella hat sich einfach super eingelebt, was sehr schnell ging (lag evt. auch an meinem Home-Office). Sie hat nie Anstalten gemacht abzuhauen sondern war sehr schnell vor allem auf mich fixiert. Ella ist schon ein sehr spezieller Hund …komplett anders als unsere vorhergehenden Hunde. Die ersten 4 Wochen waren wirklich herausfordernd, weil Ella es nicht gewohnt war an der Leine zu gehen (woher auch). Ich war körperlich völlig fertig nach jedem Spaziergang, weil Ella nun mal da hingeht, wo sind hin will. Sie ist groß und echt kraftvoll, von daher geht ich halt zu 99% mit dem Hund. Das hat sich mittlerweile gelegt und die Spaziergänge sind etwas entspannter. Ella ist wirklich „grund-lieb“, zu allem und jedem aber auch echt ungestüm und impulsiv. Sie will auch zu „jedem“ Hund hin, spielen. Dies war zu Anfang echt herausfordernd, weil ich sie nicht einschätzen konnte. Seit langem gehen wir jedoch im Gelände und wo immer es geht „ohne Leine“ und es macht die Dinge einfach sehr viel leichter. Mittlerweile weiß sie, dass Enten taboo sind, dennoch haben Vögel einen enormen Reiz auf sie. Ella hört auf mich und sie lässt sich auch abrufen. Weil Ella so aggressionslos ist, habe ich bisher nur ganz wenige Fälle erlebt, wo andere Hunde ihr gegenüber etwas ruppiger wurden. Im Normalfall läuft das völlig unkompliziert. Zu Hause ist sowieso „Ella-Land“ ….. man beschreibt es am besten damit, dass Ella als Hund „authentisch“ ist. Der Sessel ist nun mal bequemer, als der Fussboden. Ein Kissen auf der Gartenbank ist kuscheliger, als der Steinboden. Naja, und das Bett vom Herrchen ist sowieso immer toll. Weil Ella so lieb ist, lässt man ihr natürlich viel zu viel durchgehen. Ich kenne „alle Hunde“ in der Nachbarschaft und auch Ella ist bestens bekannt. Auf keinen Hund wurde ich so oft angesprochen, wie auf diesen. Groß, wildes Fell, lieber Blick …. ein freundliches Wort und sie kommt angedackelt, streicheln, kuscheln - das finden die Menschen gut. Sie ist auch der erste Hund, der schwanzwedelnd und freudig zur Tierärztin in die Praxis geht.

Naja, wie man merkt, hat Luna/Ella es bei uns gut getroffen und ist nicht wegzudenken (auch wenn mein Leben sehr viel komplizierter geworden ist). Es gibt nach wie vor Lernbedarf, aber es ist schon vieles besser geworden. Sie bleibt jetzt auch schon 3 Std. alleine … manchmal gibt es da noch eine kurze Bell/Heul-Phase, aber das war zu Anfang ganz anders…. da war Alarm, wenn ich das Haus verlassen habe. Wir haben gelernt, dass sie Menschen mit Base-Caps auf dem Kopf nicht mag und Angst zeigt, ebenso verkriecht sie sich in der letzten Ecke, wenn man energisch laut redet/sich mal streitet. Da scheinen dann doch so ein paar Erinnerungen negativ besetzt zu sein. Anbei ein paar Bilder … wie gesagt, sie sitzt auch gerne auf’m Schoß (36 kg).

Lieben Gruß, Gerrit
 

Buksi

Ich bin Buksi und jetzt seit etwas über einem Jahr in meiner Familie. Nun ja, eigentlich ist diese Familie bei mir, denn schließlich habe ich deren Leben gründlich umgekrempelt, aber der Reihe nach.
Am 17.11.2019 bin ich aus Ungarn nach Deutschland gekommen. Die lange Fahrt hat mich ziemlich nervös gemacht, zwischen all den anderen Hunden, zumal die alle größer waren als ich.
Ich bin schließlich ein Chihuahua-Mischling. Apropos Mischling. So genau weiß bis heute niemand, was sich in meiner Ahnengalerie so alles getummelt hat, die häufigsten Hinweise und Vermutungen waren aber Französische Bulldogge und Jack Russel Terrier.
Eigentlich egal, denn ich bin sowieso einmalig, das sieht man schon an meinen Ohren.


Das die Familie schon an der Autobahnraststätte auf mich gewartet hat, fand ich ganz gut. An meinen ersten Tag habe ich dann auch erst mal schön Wetter gemacht, mich streicheln lassen und viel geschmust. Nach ein paar Tagen wurde mir dieses Zuckerbrotprogramm jedoch etwas langweilig und ich habe mich mal von meiner anderen Seite gezeigt.


Erziehung? Hatte ich bis dahin keine, brauchte auch keine und vor allem wollte ich keine!
Mein Experiment, wie weit ich es treiben kann, bis die Familie die Nerven verliert, war ziemlich erfolgreich. Schon nach einigen Wochen war die Verzweiflung so groß, dass die Familie die Reißleine ziehen wollte.
OK, vielleicht habe ich es auch etwas übertrieben. Jeden anderen Hund angefletscht, keine Besuche von Freunden und Bekannten zugelassen, ohne total auszurasten, an der Leine alles gemacht, nur nicht das, was ich sollte.

Und Frauchen hat Bekanntschaft mit meinen Zähnen machen dürfen.
Aber was haben die auch erwartet? Hatten noch nie einen Hund und dann mich.

Damals 9 Monate alt und noch nie ein Halsband umgehabt.

Dann noch die Sache mit dem extremen Futterneid. In meinem alten Zuhause musste ich um jeden Bissen kämpfen, ist doch klar, das ich mir sowas nicht so schnell abgewöhne.


Aber ich habe die Rechnung ohne den Hundetrainer gemacht.
In ihrer Verzweiflung hat meine Familie nämlich Rat und Hilfe gesucht und leider auch gefunden.
Trotzdem, den Hundetrainer mochte ich von Anfang an. Egal was der gesagt hat, ich hab das sofort verstanden und auf ihn gehört.
Daher brauchte der mich auch gar nicht weiter zu trainieren, sondern hat die nächsten 10 Einzelstunden damit verbracht, meiner Familie beizubringen, wie sie mit mir umgehen sollen.


OK, ich gebe zu, mir hat das auch was gebracht. Ich musste jetzt nicht mehr so laut bellen und die Zähne fletschen, wenn jemand zu Besuch kam. Auch mit anderen Hunden hab ich mich besser verstanden.
Außer mit Manni, dem Bobtail.

Den kann ich gar nicht leiden. Wenn ich den auch nur von weitem sehe, zeige ich das ganze Programm.

Dieser haarige Riese beachtet mich zwar kaum, aber vermutlich nur, weil er Angst vor mir hat. Ich bin nämlich, wenn Manni in der Nähe ist, ein Wirbelsturm, eine Apokalypse.
Aber sonst komme ich gut mit anderen Hunden zurecht.

Ich habe sogar eine Freundin. Frieda heißt sie. Ich war schon mal 2 Wochen bei ihr zu Hause und sie schon mal eine Woche bei mir. Die Frieda ist noch kleiner als ich, aber schon 7 Jahre alt. Das ist lustig, weil ich ja erst 2 bin.


Ich kann eigentlich behaupten, dass es mir ganz gut geht. Als ich vor einem Jahr nach Köln kam, wog ich 6,5 Kilo. Jetzt bringe ich stolze 8 auf die Waage.

Wenn ich könnte, wie ich wollte, wären es bestimmt noch viel mehr, ich habe nämlich IMMER Hunger, bekomme aber nur zweimal am Tag meinen Napf.

Aber ich gehe trotzdem mit meinem Frauchen mindestens drei Mal die Woche joggen.
Ich kann so schnell laufen, wie sonst kein anderer Hund bei uns auf den Feldern.

Na ja, einmal hat mich ein Husky eingeholt, da war ich auch sauer, aber alle anderen Hunde hänge ich locker ab.
Trotz meiner kurzen Beinchen.
Ich bin halt Buksi, der Hund.


Meine Familie sagt übrigens, dass ich eine der besten Entscheidungen überhaupt für sie war.

Gerade in den letzten Monaten, wo ja durch die blöde Pandemie so viel verboten ist, bin ich ein echter Hauptgewinn.

Mein Herrchen meint, wenn er mich nicht hätte und jeden Tag 3 mal mit mir spazieren ginge, wäre er in den letzten Monaten dick und rund geworden.
Scheinbar mögen die mich, denn bei manchen Sachen, die ich so mache, lachen die sich über mich kaputt.


Sie sagen, ich wäre ein kleiner Rantanplan, dass soll so ein Hund aus Lucky Luke Heften sein.
Wenn ich irgendwas mache, was die wieder zum lachen bringt, nennen die mich meistens auch nur Bux. Manchmal, wenn ich wieder trotzig bin, auch Chihuahuakopf, oder manchmal Chihuahuaschnauze, weil ich die in jedes Mausloch stecke.


Nun ja, es gäbe nach einem Jahr noch viel zu erzählen, aber jetzt lege ich mich erstmal wieder auf mein Kissen. Ich wollte mich auf alle Fälle mal melden, damit ihr wisst, wie es mir so geht.

Liebe Grüße, Euer Buksi

Jette

Vorweg: Jette ist ein goldener Wurf. Sie hat sich sehr schnell eingelebt und dem Tagesablauf angepasst. Super ist auch, dass sie morgens lange schläft. Dafür, dass sie wohl bisher keine guten Erfahrungen gemacht hat, ist ihr Verhalten wirklich toll. Mittlerweile haben wir auch eine gute Lösung für das Autofahren gefunden. Vorerst werden die beiden hinten mit einem speziellen Autogurt festgemacht. Da hat sie keine Angst mehr. Fahren in der Box üben wir dann demnächst. Sie muss wohl getreten worden sein, da ihr Beine immer noch nicht geheuer sind, ist aber auch schon besser geworden.

Da sie ja immer mehr auftaut, zeigt sie mittlerweile, dass sie schon eine Pfiffige ist. Sie erkundet alles, was Tino so nie gemacht hat (über die frisch zusammengelegte Wäsche klettern, z.B.) und ist äußerts aufmerksam und gelehrig. Tino und sie vertragen sich prächtig und spielen wie die Wilden. Sie mag jetzt auch das Hundespielzeug, da kommt dann allerdings ihr Temperament durch und es wird „erlegt“.

Sie ist die Chefin, lässt sich aber auch viel gefallen.  Tino muss aber insgesamt die neue Lage noch einordnen. Jette ist halt nicht Candy. Aber er ist glücklich mit seiner neuen Partnerin. Man schlummert nachts natürlich gemeinsam im Bett! (Andreas und ich werden wohl aus Platzgründen demnächst ins Hundekörbchen umziehen.

Sie ist total verschmust und liebt es sehr, gekrault und betüttelt zu werden. Spazierengehen mag sie auch gerne und geht sehr schön an der Leine. Die Meeris hat sie mittlerweile auch entdeckt (sind aber in hundesicherer Unterkunft), findet sie sehr spannend, macht aber keinen Terz.

Alles in allem, sind wir sehr glücklich, dass sie bei uns ist. Sie ist genau der Hund, der hier her wollte.

Ganz liebe Grüße an Dich und alle Mitstreiter