Unser Gästebuch

Wir freuen uns über Ihren Eintrag, Ihre Tierrettung Ausland e.V.

Insgesamt 194 Einträge

  • Marianne Gayret
    schrieb am 23.02.2022 12:51:41
    Am 1.11.2020 durften wir Archi morgens um 4 Uhr auf einer Autobahn Raststätte in Deutschland in Empfang nehmen. Archi ist unser fünfter Hund aus einem Tierheim. Wir entscheiden uns immer wieder für einen älteren oder alten Hund. Auch wenn sie dann nicht so lange bei uns sind waren doch die Jahre für uns und den jeweiligen Begleiter ein Geschenk. Es ist jedes Mal eine freudige Erwartung was uns wohl entgegenkommen wird. Wie wir Menschen hat auch jeder Hund ob jung oder alt seine Eigenarten. Archi ist unser Prinz. Er geniesst sein neues Leben in vollen Zügen und wir mit ihm. Er ist trotz seines Alters und seiner Geschichte sehr sportlich unterwegs und fordert uns. Er will immer dabei sein kann aber gut auch mal alleine zu Hause sein. Er ist einfach nur toll. Danke dass ihr mir Archi anvertraut habt. Ihr macht eine bewundernswerte Arbeit. Ich wünsche euch weiterhin viel Erfolg dass ihr noch unzählige liebenswerte Seelen vermitteln könnt.
    Ganz liebe Grüsse aus der Schweiz
    Marianne Gayret
  • Sabine Essler
    schrieb am 16.02.2022 07:38:58
    Hurray - Flens hat 8. Welcome Day!!!
    Vor 8 Jahren habe ich meinen lieben Flens (vormals Zebulon) an der Raststätte Siegburg in Empfang genommen... es war das letzte Fellpäckchen, verdreckt, stinkend, strubbelig süß.
    Die gekochten Hühnchenstücke kotzte er mir auf der Heimfahrt noch ins Auto und da dieser Protest wegen der Autofahrerei nicht reichte hat er dann auch noch reingepinkelt - ein wahrhaft traumhafter Start in unsere gemeinsame Zukunft ;-) Zuhause ab in die Dusche - schrubben - zu aller Freude noch ein einziges Mal an die Heizung gepinkelt und dann ist er noch freudig in mein Bett gesprungen - einfach herrlich... aber wir haben uns gemacht - sind ein super Team und ich möchte ihn nicht mehr missen !
    An Astrid und den Rest des Teams daher hier noch einmal meinen herzlichen Dank ;-)
    Ihr macht eine tolle Arbeit! Weiter so!
    Ganz liebe Grüße von Sabine die mit dem Flens tanzt...
  • Marianne Absolon
    schrieb am 30.01.2022 10:37:30
    Hallo, ich möchte mich nochmal melden. ich bin jetzt schon über zwei Jahre bei meinen Menschen und fühle mich sehr wohl. Meine Leute sagen immer, ich bin ein toller kleiner kerl. Sie haben mich ganz doll lieb und würden mich nicht mehr abgeben. im moment liege ich bei meinem frauchen unter dem schreibtisch und mache ein nickerchen. bis dann, csimbok!!!
  • Marie-Helen Leick
    schrieb am 31.12.2021 00:52:09
    Hallo Ihr Lieben,
    Ihr habt mich bei der Aufzählung der Vermittlungen 2021 ganz vergessen! Dabei bin ich schon am 26.09.2021 hier in Deutschland und jetzt in Bochum gelandet. Ich bin Dörmi, der wirbelige Foxterrier-Junge. Von dem Edith sagte, als sie hörte, daß ich nach Deutschland darf, "Gott sei Dank, er langweilt sich sehr". Dank Frau Heckmann hat es ja mit der Vermittlung superschnell geklappt. Und nun bin ich hier und wusele hier weiter. Ich habe ganz schnell alles mit Beschlag belegt, einschließlich meiner Menschen. Ich bekomme Kuscheleinheiten soviel ich will und das nutze ich weidlich aus. Gewachsen bin ich auch noch aber mit dem Erwachsenwerden lasse ich mir noch ein wenig Zeit. Und das ist auch allen recht. Ich habe mittlerweile viele Menschen- und Hundekumpel und alle mögen mich. Die "Chefin" sagt, ich bin ein richtiger Charmbolzen. Was auch immer das ist, mir ist's recht. So, jetzt will ich aber schlafen. Der Tag war anstrengend. Ach so - viele liebe Grüße auch von meinen Menschen Christian und Marie-Helen Leick
  • C. Grosser
    schrieb am 01.12.2021 12:57:16
    Hallo liebe Tierfreunde,

    seit mehr als zwei Jahren ist Bogar bei mir und das ist für mich ein Anlass, etwas über ihn und uns zu erzählen:

    Als er ankam, war er geschätzte zehn Jahre alt und ja – er ist in den zwei Jahren noch älter geworden. Er schläft und ruht sehr viel. Gesundheitlich machen ihm insbesondere seine Gelenke zu schaffen. Inzwischen kommt er nicht mehr ohne Schmerzmittel aus und er geht zur Physiotherapie.

    Ansonsten hat Bogar alles im Griff, insbesondere mich, sein Frauchen. Er bellt nicht – macht nur einmal Wuff – und dann weiss ich schon, was er will. Da sind wir schon an einem Punkt, der mir einiges abverlangt. Jeden Morgen müssen wir – ohne großes Aufhebens seinerseits – die Führerschaft neu aushandeln. Wohin geht es auf dem Gassigang? Bogar:“Heute früh nur ganz kurz; ich kann nicht wegen meiner Arthrose“; es regnet allerdings auch. Am nächsten Morgen:„Heute gehen wir die große Runde – ich muss meine Marken erneuern.“ Ich: „Aber du hast doch eine schwere beidseitige Hüftdysplasie“. Bogar: „Trotzdem muss ich die Marken erneuern.“

    Meine drei Katzen lassen sich allerdings nicht von ihm beeindrucken. Naomi hat zwar mehrere Körbchen – nutzt aber gerne seinen Riesenlieblingskorb. Gut, dass er noch einen Zweitkorb hat. Er möchte in die Küche – da wartet aber schon Grobi am Eingang. Bogar dreht ab – nur kein Streit, dann gehe ich eben in den Hof zum Buddeln.

    Ich hatte schon häufiger ältere Hunde aus einem Tierheim ganz in der Nähe zu mir genommen. Bogar ist der erste Hund aus dem Ausland.

    Alle Hunde waren „verfressen“, aber Bogar ist besessen davon – das ist noch mal was anderes. Ursache ist wahrscheinlich sein früheres hartes Leben. Im letzten Winter hat er einen vom Baum herabgefallenen Meisenknödel gegessen. Folge: zwei Tage schlimme Bauchschmerzen. Ob er unsere Spaziergänge in Wald und Flur genießt? Da bin ich mir nicht sicher. Toll findet er es auf jeden Fall auf großen Parkplätzen, z.B. von Supermärkten. Dort, wo Menschen achtlos Pommes-Schalen, Tüten, halbleere Eisbecher.....wegwerfen, da findet es Bogar schön. Zu Beginn seiner Zeit bei mir hat er auf dem Spaziergang ein fast leeres Frischkäseschälchen gefunden, dass ich ihm weggenommen habe – am nächsten Tag hatte er es wieder im Maul. Ich weiss nicht woher, denn ich hatte es doch in den Müll getan !!??

    Ein weiterer Unterschied zu den früheren Hunden ist, das sie alle Schmuser waren. Bogar aber würde beispielsweise nie in mein Bett springen. Er hat eine natürliche Schwelle und weiss, dass Menschen – auch wenn sie unter ihm stehen – Lebewesen sind, die ihre Freiräume brauchen.

    Dann hat er seine Nase wirklich immer im Einsatz – noch viel mehr als die anderen Hunde. Auf den Spaziergängen ist es ein ständiges Stehenbleiben, nur kurz weitergehen, unendlich lange stehen bleiben und riechen, riechen, riechen.
    Ja – und dann ist da noch seine große Zuneigung zu anderen Tieren – nicht nur zu meinen Katzen, die es teilweise garnicht zu schätzen wissen. Er wedelt alles an - Kühe, Hühner, Gänse, Enten, Pferde....Neulich wurde ein Fasan bewedelt, der direkt am Ackerrand verschreckt vor ihm aufflog. Da Bogar inzwischen schlecht sieht, wedelt er sogar Figuren an. Im Nachbarort gibt es zwei Schafe aus Pappe, die es ihm angetan haben, dann ein Gebilde aus Blech, das entfernt an einen Raben erinnert. Und er will zu allen Hunden Kontakt aufnehmen, die uns begegnen – er wedelt mit seinem „Stummelschwanz“ ohne Ende, obwohl ihm ja der größte Teil davon in Ungarn von einem Artgenossen abgebissen worden ist.
    Eines hätte sicher problematisch werden können. Da Bogar groß und stark ist, könnte ich ihm wenig entgegensetzen, wenn er die wilde Furie geben würde. So aber ist er aus sich heraus ruhig, friedlich und sanftmütig. Da verzeihe ich ihm seine Starrköpfigkeit, zumal er ja auch vieles einfach besser weiss als ich und mich auf seine ganz eigene Art respektiert.

    So – hier endet mein Bericht, denn Bogar steht am Kücheneingang. Es ist schon 15 Minuten über die Fütterungszeit.

    Herzliche Grüße – C. Grosser und Bogar (sein Name heisst übrigens auf deutsch „Käfer“).